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die Heroldschen Webdesign Versprechen
 

Der Herold macht jetzt auch Webseiten. Das war die Überraschung, die nach den vergangenen Sommergesprächen mir in einem TV Spot unter die Nase gerieben worden ist. Da standen zwei Herren und unterhielten sich, der eine, anscheinend Gasthofbesitzer, berichtete von seiner Homepage, die, wie er sagte, "abgestürzt" ist. Weg, abgestürzt, gerade jetzt, als er seine neue Aktion Forellenwochen darauf publizieren wollte. Tja, die Lösung ist laut dem Werbespot der Herold, der jetzt, fernab von seinem Kerngeschäft als Gelbe Seiten Betreiber, jetzt auch Homepages anbietet. Tja, das kann ja was werden.

Sie nennen das We-Do-It-For-You Websites, was wohl neben einem Rekord an Bindestrichen auch naheliegend ist, wie sonst auch. Weitere Werbeeinschaltungen vermitteln unterschwellig, dasz Herold ja auch ein Experte in SEO, also Suchmaschinenoptimierung ist, und nebenbei auch für eine Tierärztin Texte schreibt und Bilder aussucht. Oder vielleicht gleich selber fotografiert. Keine Ahnung. Worauf ich mit dem ganzen Skeptizismus hinauswill ist das: gute Websites sind Individualprodukte, genauso wie der Gasthof, die Detektei und die Tierärztin ihre individuelle Ausprägung inklusive, um im Marketingsprech zu bleiben, ihr Alleinstellungsmerkmal und ihre eigene Servicestruktur besitzen. Und deswegen musz die Erstellung und Planung, das Design, die Beratung und auch die Nachbetreuung individuell sein. Es gibt bereits Baukastensysteme für die eigene Homepage, die zu einem Bruchteil der Kosten die Möglichkeit bieten, sich was nach einer Vorlage zusammen zu klicken. Auch ohne Herold und ganz einfach. Nur: lange halten und effektiv wirken tun diese Homepages, wie wir auch aus den Erfahrungen von Kunden wissen, die uns mit einem Relaunch beauftragt haben, nicht.

Und vor allem geht es auch im Webdesign Bereich um Kreativität, neue Lösungen, innovative Ideen und elegante Ansätze. Ich denke es ist nachvollziehbar, dasz ein Unternehmen, das unter anderem ein Branchenverzeichnis betreibt und diese Kontakte nun irgendwie als Cashcow nutzen will, hier nicht die erforderliche Professionalität und Kundennähe bieten kann.

Natürlich klingt dieser Blogpost sehr von unserer Perspektive als wiener Designbüro aus der Kreativbranche gefärbt, jedoch gibt uns das von Vornherein einen Vorsprung in Sachen Knowhow, Designerfahrung und Kundenbezug. Ich sehe das ganze nicht einmal als Konkurrenzsituation, sondern, wie schon erwähnt durch einen erwarteten Relaunchzyklus eher als Werbung für professionelle Services. Und der Relaunch kommt bestimmt.

Das Web ist persönlich geworden. Mit Social Media, mobilem Internet und interaktiven Services ist auch eine individuelle, aufeinander abgestimmte Funktionspalette Teil einer effektiven Website, und diese kann man kaum mit fertiger Massenware erfüllen. Mich ärgert nur, dasz hier bewusst mit falschen Voraussetzungen, Versprechen und Eindrücken geworben wird. Eine Website selbst "stürzt" nicht ab, auch wenn das im TV Commercial recht markig klingt. Genauso wenig wird ein(e) professionelle Texter(in) mit SEO Knowhow der Tierärztin zur Seite stehen, oder jemand qualitativ hochwertige Fotos schieszen. Dazu gibt es Büros und Agenturen, die das wirklich professionell und kreativ machen, ohne ein Etage in einem Bürogebäude eines Branchenverzeichnisses zu belegen. Man sieht's ja eh. Auf der Referenzen-Seite zum Angebot gibt es ein paar Beispiele, nur meine Damen und Herren, das mag wohl etwas mit Web zu tun haben, aber Design ist das nicht.

Doch zurück zum ersten Werbespot. Der Fischhändler, Kollege bietet dem armen Self-Man-Designer daraufhin sein Fischernetz an. Vielleicht auch für den Herold eine Lösung.

ps: was ich ja ebenfalls am Rande ganz schön finde ist, dasz die Video Clips auf dem offiziellen Herlod YouTube Channel in 360p upgeloaded wurden, also in sehr schlechter Qualität. HD ist ja sowas von .. ahm .. morgen? Tja, so schaut anscheinend Webkompetenz aus. (und darum ist der Screenshot aus dem Video oben auch etwas verpixelt...

Fashion, Baby!
 

Am Wochenende fand die Londoner Fashion Week statt. Lady Gaga war da, Kim Cattrall und Nick Cave auch. Wohlklingende Designer wie Acne oder Burberry haben dort der Menschheit im Blitzlichtgewitter und Menschenansturm ihre neuesten Kreationen vorgeführt. Schön und gut. Davon erzählen können wir nicht viel, weil wir nicht da waren. Wieso auch, wenn wir mit der MQ Vienna Fashion Week 2012 etwas ähnliches vor der Haustüre haben und darüber hinaus noch von Fashion TV gebeten werden dieses Event für die Nachwelt festzuhalten!?

Bereits am Mittwoch wagten wir uns in die Fashion-Höhle, die am Vorplatz des Museumsquartiers hungrig auf Fashion-Victims wartete, um sie dann für eine halbe Stunde (so lange dauert eine Show normalerweise) zu verschlingen und anschließend mit mehr Selbstwertgefühl als vorher wieder in die Gassen Wiens zu entlassen. Die Shows von lokalen Designern wie Sabine Karner, Karl Michael oder Elfenkleid stellten den Vorgeschmack dessen dar, was uns in den nächsten Tagen erwarten sollte. Uns war es nicht vergönnt allen Shows am Mittwoch beizuwohnen, da unsere Kompetenz im Konzerthaus von Nöten war. Die vietnamesische Botschaft hatte die High-Society zur praktischen kulturellen Interaktion im Rahmen der "Vietnam's Court Music Gala" zusammengerufen. Dort hielten wir eine schier endlose Gala von vietnamesischen Musik- und Schauspieldarbietungen, Reden von wichtigen Menschen und die Fashion-Shows von Sy Hoang, der extra aus Vietnam eingeflogen wurde, und La Hong, einem alten Bekannten unseres Hauses, fest. Währenddessen wurden wir gezwungen jeden Zentimeter des Konzerthauses zweimal abzulaufen und mussten unsere Angst vor dem Verlorengehen in den ehrwürdigen Räumlichkeiten überwinden. Klingt alles ziemlich stressig und anstrengend. Aber eine Häppchenplatte, die wir uns mit dem Chauffeur des Bundespräsidenten teilten, während wir seinen Geschichten lauschen durften und das Filmen auf dem Gala-Aftershow-Beisammensein, ließ uns unsere schmerzenden Füße und Schultern vergessen.

Donnerstag lieferten wir ein Exempel hervorragender Koordination und Arbeitsteilung. Die Chefs und Dana filmten weiter die Shows auf der Fashion-Week und der Praktikant blieb im Office zurück, um Herr über das am Vortag gefilmte zu werden und den Haufen an Material, der sich im Laufe der Tage ansammeln sollte, durchzuwühlen. Dank der Gnade von Fashion TV war der Freitag der Muse und der Regeneration vorbehalten, als ob sie geahnt hätten, was uns am Samstag erwarten würde. So muss es sich anfühlen einen Marathon zu laufen. Nur, dass wir uns kaum von der Stelle bewegt haben. Von der ersten Show zu Mittag bis zur Letzen gegen 22 Uhr waren wir durchgehend damit beschäftigt die Speicherkarten und Akkus unserer drei Kameras auszuwechseln, die unter den Strapazen des Tages genauso wie wir zu leiden hatten. Im Laufe des Tages zeigten sich nicht nur bei unserer körperlichen Verfassung Auflösungserscheinungen, sondern die ganze Veranstaltung schien sich mit fortlaufender Dauer zunehmend aufzulösen. Die Sicherheitsleute zeigten mehr oder weniger verständlicherweise zunehmend aggressive Anwandlungen und das Backstagezelt, in dem wir zwischen den Shows auf die Jagd nach Interviews mit Models und Designern gingen, glich einem Schlachtfeld übersäht mit Schuhen, Kleidungsstücken und schönen, erschöpften Menschen, die ihre Müdigkeit von den Visagisten überdecken ließen. Hier sprang einen das wahre Gesicht der Modewelt förmlich an. Den kompletten Tag lag eine Stimmung in der Luft, wie man sie nur auf dem letzten Tag eines Musikfestivals erwarten würde. Nur ohne Dosenbier und Schlamm. Dafür mit gratis Wasser und (am Anfang noch) rotem Teppich. Die von Madonnas Bruder designten Schuhe in Verbindung mit Unterwäsche, in die man von seinen Eltern als 8-jähriges Kind gesteckt wurde, sollten das Highlight des Tages darstellen, was jedoch bei Leihen auf grobes Unverständnis gestoßen ist.

Wir haben einiges gelernt in den Tagen auf der Vienna Fashion Week 2012. Zum Beispiel, dass Sporen und Lederhosen wieder in Mode sind, dass man von Wasser und Zigaretten nicht satt wird und, dass Modedesigner anscheinend keine Zeit finden, sich um eine angemessene Untermalung ihrer Darbietungen zu kümmern. Mit einigen erfreulichen Ausnahmen hätte das ein Youtube DJ besser hinbekommen. Immerhin haben wir uns eine fundierte Meinung dazu angeeignet über die verschiedenen Laufstile von Models urteilen zu können, wobei uns der Herr mit Vollbart in Frauenkleidern sehr verwundert hat, der einen Marsch auf den Catwalk legte,  von dem sich manch ein weibliches Model noch etwas abschneiden kann.  Unsere Körper wollten uns zwar eines Besseren belehren, denn Müdigkeit und Hunger hielten  uns beinahe davon ab die Aftershowparty auf dem Clubschiff zu besuchen, doch war unser Wille zum Partymachen ungebrochen. Dort trafen wir sogar im VIP Bereich kaum Models, aber  es war trotzdem sehr amüsant. Das Bier schmeckte nach den Tagen in einer Welt von Champanger besser als jemals zuvor.

Nett waren die Tage. Anstrengend waren die Tage. Jetzt stehen uns noch ein paar weitere Tage der Aufarbeitung bevor bis unser Opus in die Welt entlassen wird. Nur gut, dass wir nicht in London waren, sondern fast zu Fuß hinlaufen konnten, denn wir haben einen Schlüssel und einen Akku liegen lassen.

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Christoph Öhler | NINC MEDIA


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