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Donnerstag, 14 Februar 2013 19:47
Max Power

Das untere Ende der Nahrungskette

Balsam für das Hipsterherz

Wir sind transmedial unterwegs. Das wisst ihr wahrscheinlich eh schon länger. Unsere Tätigkeitsbereiche erstecken sich von Vorträgen vor bedeutenden Diplomaten, über Spacecowboys, bis zu Parkettboden. Dass wir auch mit Theater können, das wissen nur diejenigen, die unserem Output in das world wide web aufmerksam folgen. Vor fast zwei Jahren haben wir bereits einen Trailer für das Stück "ALLESWIRDGUT" des Wiener Künstlerkollektivs playground produziert. Die Gruppe bewegt sich im Spannungsfeld zwischen moderner Performance, Live Musik und Club-Atmosphäre. Dabei kommt qualitativ hochwertiges, gesellschaftskritisches Theater heraus. Für die neueste Produktion "Schopenhauers Tipp" wurden wir wieder angeheuert und wir hatten einen Heidenspaß dabei. 

Es sollte anders werden. Wir wollten etwas nie zuvor Dagewesenes schaffen. Und wie entsteht etwas nie zuvor Dagewesenes? Richtig. Man bedient sich der unglaublichen Möglichkeiten, die uns das Internet bietet, und würfelt alles, was man in die Finger bekommt zusammen. So läuft das heutzutage. Im Prinzip klingt das dann auch unglaublich einfach, wenn man sich an der Arbeit anderer bedienen kann. Doch so einfach ist das leider nicht. Die Idee war folgende: Schopenhauer sammelt in der Tetriswelt Gadgets, durch jedes er das nächste Hipsterlevel erreicht. Nur die Brille, die ultimative Insignie, sträubt sich. Die Jagd nach ihr führt ihn durch die Super Mario Welt an dreiköpfigen Affen bis in den Outerspace, wo es endlich zur Vereinigung kommt. Manch einer wird sich fragen, was das nun genau mit dem Inhalt des Stückes zu tun hat. Dieser dreht sich um die Selbstwahrnehmung des kreativen Prekariats, um das neue Biedermeier. Kurz: Es dreht sich um Hipster und die Frage, warum eigetnlich nur Hipster über Hipster schimpfen.

Für den Trailer haben wir die Technik der Spriteanimation genutzt. Eine Technik, die es ähnlich wie beim Zeichentrickfilm ermöglicht, einen fließenden Bewegungseindruck zu erzeugen. Dabei werden die einzelnen Sprites hintereinander gereiht und geloopt. Zum Glück haben sich uns unbekannte Menschen irgendwann einmal die Mühe gemacht Webseiten mit Sprites alter Konsolenspiele zu füllen. Aus diesem schier unendlichen Angebot haben wir uns mit Freude bedient. Erst im Photoshop die einzelnen Sprites ausgeschnitten, einen Schopenhauerkopf Pixel für Pixel modelliert und dann im Affter Effects zusammengebaut. Klingt ganz einfach. Ist aber eine Schweinearbeit, die sehr viel Zeit ins Anspruch nimmt. Wie dem auch sei. Am Ende haben wir es für den Videospielcharakter noch auf alt gemacht, indem wir die hochauflösende Welt verpixelt haben. Logic Circle lieferte den Midi-Super-Mario-Soundtrack. Zusammengesetzt lässt der Trailer jedes Hipsterherz höher schlagen.

Es ist neu und gleichzeitig alt, es ist sinnlos und doch tiefgründig, es ist Philosophie vs. Videospiel und es kommt ein dreiköpfiger Affe vor. Wenn das nicht Grund genug ist sich den Trailer in Dauerschleife anzusehen, ihn zu teilen und am 25. Februar zur Premiere von "Schopenhauers Tipp" ins Palais Kabelwerk zu gehen, kann nicht einmal Schopenhauer die Menscheit noch retten. Mahalo. 

 

 

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