Bloghttp://www.ninc.atThu, 20 Jul 2017 13:44:59 +0000de-deRichard Lugner ganz persönlich im Interview // Bar Talkhttp://www.ninc.at/de/blog/richard-lugner-ganz-persoenlich-im-interview-bar-talk.htmlhttp://www.ninc.at/de/blog/richard-lugner-ganz-persoenlich-im-interview-bar-talk.htmlRichard Lugner ganz persönlich im Interview // Bar Talk

Das Format Bar Talk von Juan Mahrl bringt Interviews auf eine sehr gemütliche und persönliche Ebene, direkt an die Bar. Und dieses mal war zum lockeren Plaudern über knallharte Fragen geladen: Richard Lugner, seines Zeichens Präsidentschaftskandidat 2016 und Baumeister auf Ewigkeit.

 

Das Interview mit Richard Lugner zählt zu den privatesten Einblicken, und bei einer Medienpersönlichkeit seines Ausmaß heisst das schon was ganz besonderes. Lugner spricht über seine Motivation, über den Diskurs mit Armin Wolf, über seine Erfahrungen mit Homosexuellen und vieles mehr.

 

Das Filmmaterial wurde von uns im Kreisky, dem (so sagt Jonathan Ka vonSeiten zumindest, tja, Künstler und so) schönsten Ort der Welt aufgenommen und von unserer Praktikantin Anna Bauer geschnitten. Quasi ein Bar Talk Präsent, Serviert mit der zarten Selbstironie, die ein Richard Lugner im Wahlkampf so von sich abstrahlt.

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p.hummer@ninc.at (Philipp Hummer)BlogThu, 21 Apr 2016 13:52:51 +0000
Oad Siebensee Videoshoot im NINC! Officehttp://www.ninc.at/de/blog/oad-siebensee-videoshoot-im-ninc-office.htmlhttp://www.ninc.at/de/blog/oad-siebensee-videoshoot-im-ninc-office.htmlOad Siebensee Videoshoot im NINC! Office

Greenscreen Action @NINC! Heute verwandeln wir unser Office wieder einmal in ein Greenscreen Studio für den fabelhaften Künstler OAD SIEBENSEE. Wir filmen, und Martina Siebenhandl wird das Allroundtalent auf Fotos in Szene setzen.

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dana.kindl@ninc.at (Dana Kindl)BlogFri, 17 Jul 2015 12:18:36 +0000
NINC! im AKW Zwentendorfhttp://www.ninc.at/de/blog/ninc-im-akw-zwentendorf.htmlhttp://www.ninc.at/de/blog/ninc-im-akw-zwentendorf.htmlNINC! im AKW Zwentendorf

Drei wahnsinnig spannende Drehtage für den Künstler OAD SIEBENSEE haben wir hinter uns. In Kooperation mit dem Musikparadies, die auch ein tolles Filmstudio in Hollabrunn haben, durften wir im AKW Zwentendorf drehen. Eine Aktobatin tanzte in schwindelerregender Höhe und wurde ca. 20 Meter in die tiefe Höhle des Reaktors gelassen.

Mit 2 Red Epics bewaffnet, einem Sprinter Dolly und einem DJI Ronin konnten die spektakulären Szenen eingefangen werden. Im August folgen weitere Aufnahmen, man darf gespannt sein :-)

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dana.kindl@ninc.at (Dana Kindl)BlogFri, 10 Jul 2015 14:40:12 +0000
Die wilde Welt des Webdesignshttp://www.ninc.at/de/blog/ninc-webdevelopment-webdesign-php-facebook-google.htmlhttp://www.ninc.at/de/blog/ninc-webdevelopment-webdesign-php-facebook-google.htmlDie wilde Welt des Webdesigns

Wenn wir in den Spiegel blicken, dann fallen uns die Veränderungen an uns selbst nur bedingt auf, weil sie tagtäglich in kleinen Schritten an uns werkeln und uns durch ihre überlegene Langsamkeit austricksen. Wenn wir dann aber mit Bildern von uns konfrontiert werden, wundern wir uns über die Entwicklung, die wir gar nicht bewusst mitbekommen haben. Ähnlich verhält es sich mit websites. Jeden Tag stöbern wir durch das web und bombardieren google mit unseren Fragen. Das Netz befindet sich - ähnlich wie wir selbst - in ständigem Wandel. Veränderungen fallen uns nur auf, wenn sie wirklich gravierend ausfallen, oder wenn sich facebook und Konsorten wieder einmal etwas besonders ausgefuchstes einfallen hat lassen, um uns noch weiter zu knebeln.

Zu Beginn der Webdevelopment-Raserei waren Seiten, wie die von apple oder youtube, noch rudimentäre websites. Innerhalb von wenigen Jahren sind sie nach einer Vielzahl von Verbesserungen und Aufpolierungsaktionen zum Nonplusultra des Netzes gewachsen und dominieren es in Sachen design und Technologie.
Bei facebook war das Streichen von „the“ im Titel nicht die größte Veränderung. Die Seite strahlt noch immer im Blau der ersten Tage. Großartige Farbänderungen wird man auch in Zukunft nicht erwarten können. Man könnte meinen, dass es sich hier um eine grundlegende ästhetische Entscheidung seitens der webdesigner handelt. Weit gefehlt. Der wahre Grund dafür liegt in der Rot-Grün-Schwäche von Mark Zuckerberg und die wird er trotz seines tüchtigen Geschäftsinnes nicht loswerden. Ein redesign braucht man an dieser Stelle also nicht fürchten. An den wirklich bahnbrechenden Technologien feilt facebook ohnehin im Hintergrund. An die nette blaue Hülle haben wir uns gewöhnt. Wir füttern die Maschine freiwillig mit Informationen, mit denen am anderen Ende der Leitung sehr viele Menschen sehr viel Geld verdienen. Technisch steht das Ganze auf einer modifizierten PHP-Basis, namens HipHop for PHP. Dieser „Source Code Transformer“ wandelt PHP in C++ um. Entwickelt wurde HipHop, um die CPU-Auslastung auf den Servern von facebook um 50% zu reduzieren. Man sieht, bei facebook ist alles auf Effizienz ausgelegt.
Die einzige Seite, deren design sich nicht wirklich verändert hat, ist die von google. Sie erscheint noch immer so reduziert wie beim Launch 1998. Das ursprünglich so reduzierte Design war nicht ganz so gewollt, sondern fiel so aus, weil die Gründer keine Ahnung im Umgang mit HTML hatten. Die gewaltige Entwicklung hat sich seither hinter den Kulissen abgespielt. So sind die Services und Möglichkeiten zu ungeahnter Größe aufgedunsen und kaum mehr durchschaubar.

An der gravierenden Veränderung der Websites wird die Geschwindigkeit klar, mit der sich das world wide web ständig weiterentwickelt. In unserer Bildergalerie kann man sich in einer (nicht ansatzweise überfordernden) timeline einen Eindruck davon verschaffen, wie viel sich innerhalb weniger Jahren auf dem Feld des webdesigns und der dahintersteckenden Technologien getan hat. Bei der Gelegenheit wäre es angebracht zum Schrank zu gehen und das Fotoalbum vom Strandurlaub 1999 rauszukramen oder einfach eine verstaubte Festplatte nach alten Aufnahmen zu durchforsten. Erstaunliche Parallelen werden sich auftun.

 

PS: Manch einer steigt bei dieser rasanten Entwicklung einfach aus. Es gibt herrliche Beispiele von gelebter Rückständigkeit und Verweigerung von Fortschritt. An dieser Stelle senden wir herzlichste Grüße an den ORF. Wir machen Webdesign und Videos, Freunde.

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m.power@ninc.at (Max Power)BlogMon, 23 Mar 2015 18:36:27 +0000
Die visuelle und narrative Evolution der Dinosaurierhttp://www.ninc.at/de/blog/dinoraurier-evolution-egi-movie-ninc.htmlhttp://www.ninc.at/de/blog/dinoraurier-evolution-egi-movie-ninc.htmlDie visuelle und narrative Evolution der Dinosaurier

An Dinosauriern kommt man während des Heranwachsens nicht vorbei. Nicht einmal, wenn die ersten Schritte im hintersten Eck eines rückständigen Landes voreinander gesetzt werden. Mit „In einem Land vor unserer Zeit“ ist meine Generation groß geworden, während deine Generation schon gebannt „Jurassic Park“ verfolgt hat. Filme und Serien, in denen Dinosaurier die Hauptrolle einnehmen, gehören einfach dazu. Ohne sie würde im Kinoprogramm und beim Zappen durch das Fernsehprogramm etwas fehlen. Dieses Selbstverständnis ist das Ergebnis einer über 100-jährigen Evolution der prähistorischen Echsen.

 

Der Begriff „Dinosaurier“ erblickte 1842 das Licht der Welt und bedeutet so viel wie "schreckliche Echse". Die Literaten und frühen Filmemacher nahmen diese Bedeutung lange Zeit allzu wörtlich, denn der Dinosaurier wandelte viele Jahrzehnte als blutrünstige Echse über die Leinwand und über die Seiten von Abenteuerromanen. „The Lost World“ aus dem Jahr 1925 ist ein wunderprächtiges Beispiel, wie Literatur und Film das Bild des bösen Dinosauriers prägten. Diese Überspitzung gipfelte wenig später in filmischen Meilensteinen wie „King Kong“ (1933) und „Godzilla“ (1954). Die Tricktechniker dieser Zeit hauchten den Echsen durch Stop-Motion Leben ein oder steckten Schauspieler in für unser heutiges Auge fragwürdige Kostüme. Auch der allgegenwärtige Walt Disney leistete seinen Beitrag zur Etablierung des bösen bösen Dinosauriers. In einer Sequenz von Fantasia (1940) treibt ein böser böser Tyrannosaurus zu den Klängen Strawinskys sein Unwesen.

 

 

 

In den sechziger Jahren wird das Image der prähistorischen Echsen durch Serien wie „The Flintstones“ etwas aufpoliert. Hier werden sie nicht als blutrünstige Killer dargestellt, sondern als friedliche Arbeitsgeräte und liebenswerte Haustiere. Das ist zwar ähnlich wie die Darstellung der vorhergehenden Jahrzehnte wissenschaftlich äußerst fragwürdig, aber nett anzusehen und darum geht es bei Filmen und Fernsehserien schließlich in erster Linie.

Mit der fortschreitenden Entwicklung von CGI-Technologien stehen Filmemacher äußerst effektive Werkzeuge zur realistischeren Darstellung von Dinosauriern zu Verfügung. Die Entwicklung gipfelt 1993 in Steven Spielbergs bahnbrechendem Film „Jurassic Park“. Dieser Streifen ist auf so vielen Ebenen entscheidend für die Filmgeschichte, dass ich mir als Blogger und Pseudo-Filmwissenschaftler keine Sorge machen muss, dass mir irgendwann die Themen ausgehen. Was in heutigen Fall entscheidend ist, ist die Tatsache, dass der Film computergenerierte Elemente (jaja die Dinosaurier) für damalige Sehgewohnheiten nahtlos in Live-Action Aufnahmen einbindet und die Animation der Dinosaurier auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen.

 

 

 

In den folgenden Jahren sind die Kosten für CGI enorm gefallen. Das ermöglichte einen wahren Dinosaurier-Boom in der Film- und Fernsehindustrie. Dokumentationen wie das vom BBC produzierte „Walking with the Dinosaus“ sprießen aus dem Boden und stützen sich dabei komplett auf computer-generiertes Bildmaterial. Dass selbst mit der fortschreitenden Technik noch keine glaubhafte Dinosaurier-Animation vom Himmel fällt, zeigt uns das Making-Off zur Serie. Jedes einzelne - noch so kleine -  Detail muss dabei geplant und am Computer modelliert werden. Am Anfang der endlosen Produktionskette steht das Proxy-Modelling, d.h. Das Modellieren einer dinosaurierähnlichen Form aus einem Block. An diesem Modell wird dann das sogenannte „3-D Sculpturing“ vorgenommen, in dem man den recht groben Block mit Details versieht. Das detailreichere Modell wir anschließend bemalt und mit Texturen versehen ehe es an das „Rigging“ Team weitergeleitet wird, das dem Modell Bewegung einhaucht. Damit ist jedoch nur ein Bruchteil der Arbeit getan. Das Modell muss in eine glaubhafte Welt eingebettet werden. Dabei spielt das „Lighting“ eine ausschlaggebende Rolle für den realistischen Eindruck einer animierten Sequenz.

 

 

 

Wenn wir uns heutzutage mit unseren verwöhnten Augen „Walking with Dinosaurs“ ansehen, entlarven wir es sofort als CGI. Damals als 8-jähriges Bübchen beeindruckten mich die Bilder und schafften es, mir eine unmögliche Realität vorzugaukeln. Mir ging es dabei wahrscheinlich ähnlich wie denjenigen, die sich 1933 „King Kong“ im Kino angesehen haben oder 1993 von „Jurassic Park“ in den Bann gezogen wurden.
Da versteckt sich also schon die erste – technische - Ebene unserer kleinen Evolutionsanalyse: Die Technik im Verhältnis zu den Sehgewohnheiten. Anfang des zurückligenden Jahrhunderts war das Publikum schon fasziniert, wenn sich überhaupt was auf der Kinoleinwand bewegt hat. Da hat ein schlaksiges Modell eines Stegosaurus noch für Furore gesorgt. Mit solchen Modellen beeindruckt man heutzutage keine Sau mehr (außer vielleicht retrobesessene Stop-Motion Nerds). Dem verwöhnten Zuschauer des 21.Jahrhunderts muss man schon eine glaubwürdige Animation liefern, die so realistisch ist, dass sie auch abgefilmt sein könnte. 
Nicht nur die Technik, die genutzt wird, um Dinosaurier zum Leben zu erwecken, hat sich verändert. Auch die Art und Weise, wie Dinosaurier dargestellt werden, hat eine Evolution hinter sich, eine narrative, wenn man so will. So haben sich die Darstellungen von den blutrünstigen Echsen der Anfangsjahre hin zu liebenswerten Tierchen, denen man sein Mitgefühl entgegenbringt und mit denen man sich sogar etwas identifiziert, verändert.

 

Wahnsinn. Dinosaurier. Mal sehen, wie wir sie in Zukunft sehen werden.

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m.power@ninc.at (Max Power)BlogMon, 09 Mar 2015 19:39:07 +0000
der Citizen Science Schatten - oder: was sind eigentlich Daten?http://www.ninc.at/de/blog/der-citizen-science-schatten-oder-was-sind-eigentlich-daten-spotteron-app.htmlhttp://www.ninc.at/de/blog/der-citizen-science-schatten-oder-was-sind-eigentlich-daten-spotteron-app.htmlder Citizen Science Schatten - oder: was sind eigentlich Daten?

Gestern wurde auf der Website des österreichischen Nachrichtenportals orf.at ein Artikel von Elke Ziegler über "die Schattenseiten von Citizen Science" veröffentlicht, und da mir das Thema Citizen Science selbst mittlerweile sehr am Herzen liegt, wir entwickeln ja gerade ein Software Paket, dasz eben genau für einen solchen Anwendungszweck ideal ist, muszte ich den Beitrag natürlich sofort lesen.



Gleich vorweg: der Artikel vermeidet es, diese Schattenseiten konkret zu definieren und bleibt gemütlich im Konjunktiv kleben. Wie bei ähnlichen Themen geht es dann um Datenschutz, um einen vage gehaltenen Ausnutzungsgedanken und in Folge auch um die Sorge, dasz junge Forscher weniger Arbeit bekämen. Interessanterweise wird am Ende des Artikels noch davor gewarnt, bzw. dazu geraten "genau zu schauen, ob auch das in einem Forschungsprojekt drinnen ist, was das Label "Citizen Science" verspricht" Doch alles der Reihe nach. Aber eines noch vorweg: dies ist ein Blogeintrag. Ihr wisst was ich meine.

 

immer diese ominösen "Daten"

 

Im Zuge unserer Projektarbeit an SPOTTERON (www.spotteron.com) sind wir immer wieder auf die Bedenken gestoszen, was denn nun in Folge mit den "Daten" passiert, meist ohne dasz näher definiert wurde, was denn diese "Daten" nun eigentlich sind. Aus meiner Perspektive eines sogenannten Digital Natives ist der Begriff "meine Daten" von vornherein etwas ziemlich schwammiges, denn eigentlich sind eben genau diese Daten ein Sammelsurium aus verschiedenen Aspekten. Es gibt hier einerseits die persönlichen Daten und private "Accounts", sei es eMail, Skype, die privaten Facebook Messages, etc, die von vornherein nur einen oder mehrere, selbstdefinierte Empfänger betreffen. Andererseits gibt es technische Daten, quasi ganz grob gesagt eine Kollektion aus IP Adresse, Webbrowsernutzung, Cookies, etc. Und dann haben wir noch die "Daten", die ich selbst aktiv in die Weiten des Webs stelle - öffentliche Facebook Postings, Instagram Photos, Tumblr Postings, Tweets, Kommentare in Zeitungen oder auf Youtube, und vieles mehr. Ohne eine Trennung dieser Bereiche ist eine seriöse Diskussion über Datenschutz nicht möglich.



Meine privaten Messages, sei es auf Facebook, per Email oder in einem der zahllosen Chatsysteme gehen anderen Personen oder gar Regierungen nichts an, das ist klar zu unterstreichen. Diese Messages tragen eine reduzierte Form des Briefgeheimnisses in sich. Warum reduziert? Weil natürlich die Betreiber, wenn das Service kostenlos ist (oder es nicht von den Betreibern selbst definiert wurde, eben genau das nicht zu tun) immer versuchen müszen, Nutzung durch User zu monetarisieren, und das passiert über eine Analyse der verwendeten Worte. Durch ein automatisiertes Programm. Ohne bösen Hintergedanken. Falls das Service überhaupt Werbung verwendet, und keine alternative Monetarisierung verwendet. Aber dazu später.



Meine technischen Daten sind natürlich für den Betreiber einer Serviceplattform wichtig, gehen aber dafür andere User nichts an. Der Betreiber musz wissen, welchen Browser ich verwende, aus welcher Region meine IP kommt um das jeweilige der weltweiten Datencenter auszuwählen, das mir meine Inhalte wie Bilder und Videos übers Netz rüberschickt, und ähnliches. Und der Servicebetreiber musz diese Daten auch speichern, das nennt sich simpel Log-Files. Jede Homepage macht das seit den Anbeginnen des Webs, und das ist auch wichtig um zu wissen, was so auf den eigenen Servern passiert.



Und dann gibt es noch den ganz groszen Brocken: die Daten, die wir alle Tag für Tag, Stunde um Stunde uploaden, veröffentlichen, posten und online stellen. Diese Daten sind, um es nochmals zu betonen, veröffentlicht. Freiwillig. Und das sind genau die Daten, die Citizen Science produziert. Wenn ein User ein solches Service nutzt, dann weisz die- oder derjenige, dasz hier Inhalte in ein einsehbares Groszes-Ganzes geladen werden. Niemand zwingt die User dazu und dasz diese von den Betreibern auch weiterverwendet werden ist von vornherein glasklar. Wir posten auf Instagram, wir schreiben auf Twitter oder in öffentlich einsehbaren Postings, und am liebsten wäre uns, wenn unsere Statements, unsere Momente oder unsere Kunst die ganze Welt sehen würde. Wir wollen diese Beiträge zum World Wide Web online stellen, seien es Videos, Bilder oder Texte. Wir pflegen damit nicht nur unser eigenes Image oder das Ego, sondern auch unser Umfeld und Freundschaften. Sharing is Caring. Und ja, deswegen klicken wir auch ohne schlechtes Gewissen auf ACCEPT unter jedem Terms of Use - Dialog.


Einträge und Beiträge


Citizen Science sammelt Daten. Das ist im Kontext mit dem schlampig verwendeten Begriff "Daten" ein Satz, der ein in jedem zumindest ein leises Entsetzen hervorrufen möchte. Es ist aber nicht richtig. Citizen Science sammelt öffentlich einsehbare und verwertbare Einträge. Und wir, die diese Einträge online stellen, wissen das und tragen gern obendrein hier zu etwas bei, dasz sinnvoll ist und groszartige Dinge bewirken kann, sei es nun der Schutz von Wildtieren im Projekt ROADKILL oder, wie im Artikel auf orf.at erwähnt, die Entschlüsselung einer Grundkompenten eines Virus, um dagegen Medikamente entwickeln zu können in FoldIt - Puzzles for Science.



Wir entwickeln also zur Zeit genau dafür ein System namens SPOTTERON, das Smartphone Applications genauso wie Websiten bereitstellt, um Citizen Science Projekte gemeinsam mit den jeweiligen Partnern professionell und vor allem für die User angenehm zu betreiben. Dazu gehört neben viel technischen Background auch ein performantes und einfach zu bedienendes Design, genauso wie eine stetige Weiterentwicklung von SPOTTERON in einer sich ständig verändernden digitalen Welt. Wir entwickeln ein Werkzeug, mit dem Partner aus den Bereichen Wissenschaft und Environment gemeinsam mit Usern öffentliche Einträge sammeln können, um daraus ein groszes Bild zu formen und Probleme zu lösen. Sowas kostet natürlich eine ganze Stange Geld, die wir ohne jegliche Förderung aus öffentlicher oder privater Hand aus der eigenen Tasche investieren. Wir müszen dieses Investment auch in einer Form monetarisieren - nur werden wir weder Subscription Modelle für die User, noch Fremdwerbung in den Apps oder Homepages nutzen. Das SPOTTERON Service ist bewuszt als Hostingmodell ausgelegt. Wir betreiben und entwickeln das System und ein Partner trägt einen Betrag zu Betrieb, Weiterentwicklung und zum Support bei. Wir sammeln keine Userdaten. Wir (und alle andern Beteiligten, auch die anderen User selbst) wissen nur wo sich ein User unter ihrem oder seinem Pseudonym befindet, wenn dieser dies auch durch einen Eintrag aktiv veröffentlicht. Wir verscherbeln keine eMail Adressen oder Persönlichkeitsprofile an andere Unternehmen oder tun andere dubiose Dinge. Wir sammeln keine "Daten für kommerzielle Zwecke" - wir betreiben, natürlich auch kommerziell, ein Service. Durch die kommerzielle Ebene können wir überhaupt erst ein stabiles Stück Software bereitstellen, das gut aussieht, einfach bedient werden kann, supported wird und auch in weiterer Zukunft gut funktioniert.



Und von welchen Wissenschaftlichen Ergebnissen hat denn bitte jemals kein Unternehmen profitiert? Glauben Sie etwa, der Computer oder das Smartphone, auf dem Sie das hier lesen, wurde zweimal erfunden, einmal komplett von "der Wissenschaft" und dann nocheinmal von der Grundlagenforschung aus vom Hersteller im Alleingang? Eben. Menschen nutzen Technologien die auf Wissenschaft beruhen, und Technologien musz man entwickeln oder herstellen, betreiben und pflegen. Und letzteres kann nicht die Aufgabe der Forschungseinrichtungen sein, weil, ganz simpel formuliert, das der Job von Herstellern, Designern und Developern ist. Wenn sich Wissenschaft mit den täglichen Leben von vielen Menschen überschneidet, braucht diese Schnittstelle zwischen Benutzer und Forschung das Knowhow und die kreativen Skills einer ganz anderen Gruppe: die Kreativbüros, Softwareschmieden und Designstudios. Ja, wir sind kommerziell ausgerichtet, das ist unser Job. Aber deswegen sind wir noch lange keine sinistren "Daten"räuber.



Die Daten, die die SPOTTERON User eintragen, werden natürlich vom System dargestellt und auch vom jeweiligen, klar erkennbaren Projektpartner genutzt. Und das ist auch gewünscht, sonst würden die Benutzer ja logischerweise nicht mitmachen. Sie sind aktiv Beitragende zu einem groszen Ganzen, und keineswegs "Datensklaven". Wenn eine mündige Person auf einer beliebigen Plattform etwas postet, dann tut sie oder er dies aus eigenen, freien Stücken. Und wenn obendrein so ein wichtiger Zweck dahinter steckt wie bei Citizen Science, ist die Sinnhaftigkeit von solchen Beiträge noch höher als alle Facebook Statusupdates zusammen. Unsere User sind keine Sklaven. Sie schlieszen nur den Kreis und geben durch die Teilnahme an Citizen Science Projekten wieder etwas an die Wissenschaft zurück. Und nebenbei wird dabei verdammt viel gelernt.



Citizen Science im Sinne von Bürgerbeteiligung kann doch keine Forschung ersetzen, sie bereichert sie um Informationen, die nur durch eine grosze Anzahl von Menschen und deren Devices gesammelt werden können. Die Analyse und die Adressierung der jeweiligen Inhalte obliegt denen, die damit auch umzugehen wissen - den Forschern, Forscherinnen und Organisationen. In unserem Fall, den Partnern. Und das ist obendrein übrigens ein ziemlich groszer Aufwand in Betreuung und Aufbereitung, und keine Rundumerleichterung für Forschungsprojekte, bzw. gar eine Einsparungsmöglichkeit.


Im Artikel von Elke Ziegler wird noch geraten, dasz die User genau schauen, ob auch Citizen Science "drinnen" ist, und quasi in Folge ob hier nicht blosz irgendwer böse Absichten hegt, um "Daten" zu sammeln. Ich würde eher bei jedem Onlinedienst, egal ob Citizen Science oder nicht, erstmals dazu raten, nachzusehen ob eine Klarnamen Pflicht* besteht. Und wenn, diese natürlich salopp umgehen. Verwendet endlich Pseudonyme auf Facebook, das macht hypothetische Bedrohungsszenarios zumindest um einiges schwerer umsetzbar. Und ich bin dafür, endlich mit der Paranoia aufzuhören, und das Wort "Daten" durch korrekte Begriffe zu ersetzen, oder zumindest öffentliche Postings klar davon auszuklammern. Damit können wir nämlich auch der nachfolgenden Generation, der Datenschutz schon jetzt als Begriff komplett fremd ist, vielleicht wieder ins Boot holen indem wir klarstellen, dasz Identitätsschutz nichts mit dem nächsten Instagram Foto zu tun hat.


Und ganz ehrlich: Da wird vor Citizen Science Projekten ziemlich fadenscheinig und ohne wirklich konkrete Vorwürfe gewarnt, aber die essenziellen Dinge auf politischem Level wie Vorratsdatenspeicherung, NSA Überwachung und ähnliches sind viel zu oft nur eine Randnotiz. Oder ganz polemisch: Da schreibt man von Schattenseiten von Citizen Science Initativen und gibt Edward Snowden nicht umgehend Asyl in Österreich. Die Schattenseiten liegen ganz woanders.



Wer sich mehr für SPOTTERON interessiert:
http://www.spotteron.com

 

und auf Facebook (natürlich)
https://www.facebook.com/spotteron

 

mehr Infos über Citizen Science:
http://www.citizen-science.at



Ein Randnote noch: Der Artikel spricht zuerst davon, dasz Forschungseinrichtungen viele Jahre erfolglos versuchten, die Retrovirale Protease des HI Virus zu entschlüsseln, diese Aufgabe dann aber innerhalb von 10 Tagen (!) durch die User von FoldIt, einem Computerspiel quasi, gelöst wurde. Weiter unten wird dann allerdings befürchtet, dasz die Citizen Science User den Wissenschaftlern den Job wegnehmen. Nicht nur, dasz das Äpfel und Birnen vergleicht, denn die User werden wohl kaum die gesammelten Daten von Foldit aufbereiten und auf deren Basis zu forschen beginnen, es gibt einfach Bereiche, die nur von vielen gemeinsam gelöst werden können. Und dank der Informationstechnologie können wir viele, wir interessierte Digital Natives, das nun auch ziemlich gut tun. Legen wir los!


*Nachtrag: das gilt übrigens auch für orf.at
Registrierung mit Name und Adresse
Voraussetzung für die Veröffentlichung von Nutzerinhalten - also zum Beispiel Ihrer Meinungen zur aktuellen Nachrichtenberichterstattung - ist ab sofort die Registrierung des Nutzers unter Angabe von Vor- und Nachnamen und der Wohnadresse. - da rate ich mal dazu ganz vorsichtig zu sein und zu schauen, ob da wirklich auch "Community" drinnen ist.

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p.hummer@ninc.at (Philipp Hummer)BlogFri, 06 Mar 2015 02:30:41 +0000
NINC! Showreel Release und Geburtstagsfeierlichkeitenhttp://www.ninc.at/de/blog/ninc-showreel-2015-animation-praesentation-videoproduktion-wien.htmlhttp://www.ninc.at/de/blog/ninc-showreel-2015-animation-praesentation-videoproduktion-wien.htmlNINC! Showreel Release und Geburtstagsfeierlichkeiten

Unser neues Showreel hat vor Kurzem das Licht der Welt erblickt! Mittlerweile sind wir schon seit 15 Jahren im Geschäft. Über diesen Zeitraum haben sich Berge an Projekten angesammelt, die sich auf unseren Festplatten türmen. In den letzten Monaten haben wir uns an die Sisyphusarbeit gewagt und uns in die schier unendlichen Weiten unseres Videoarchivs im Silicon Valley Wiens eingegraben. Dabei wurde uns erst bewusst, welche Universen wir durch unsere Projekte erkunden durften: Filmproduktion, Imagefilm, Werbespot, Mode, 2D- und 3D-Animation, Theater, Musikvideo und Produktionsdesign etc. (diese Reihe ließe sich fast unendlich weiterführen)
In unserem Showreel präsentieren wir nun stolz einen Einblick in unser Wirken und Schaffen der letzten Jahre. Von Beginn an haben wir den Puls der Zeit gefühlt und der Videoproduktionstechnik beim Großwerden zugesehen. Animationen fließen mittlerweile fast nahtlos in Live-Action Aufnahmen ein und dem Auge fällt es zunehmend schwer, die Grenzen zwischen Realität und computergeneriertem Inhalt auszumachen. Auf neue Sehgewohnheiten auf dem aktuellsten Stand der Technik zu reagieren, ist und bleibt eine große Herausforderung und gleichzeitig ein Antrieb für uns als Videoschaffende. Das treibt uns zu immer hochwertigeren Ergebnissen. Wir sind gespannt, wo uns unsere Arbeit hinführen wird, denn in uns steckt ein verkapptes Forscherteam, das nicht satt wird, die Grenzen des Mediums Bewegtbild in unserem Studio in Wien auszuloten.

Zur Feier unseres 15.Geburtstages und der Veröffentlichung unseres Showreels bieten wir für alle Videoproduktionen, die im März bei uns in Auftrag gegeben werden 25% Nachlass auf die Produktionskosten.

Auf, auf! Wir sind offen für neue Perspektiven!

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m.power@ninc.at (Max Power)BlogThu, 05 Mar 2015 15:08:22 +0000
Interstellar - Ein klarer Fall für den Oscar (oder den Nobelpreis)http://www.ninc.at/de/blog/oscars-2015-visual-effects-vfx-oscar-winner-interstellar-nobelpreis.htmlhttp://www.ninc.at/de/blog/oscars-2015-visual-effects-vfx-oscar-winner-interstellar-nobelpreis.htmlInterstellar - Ein klarer Fall für den Oscar (oder den Nobelpreis)

Gestern Abend durfte Paul Franklin den Oscar in der Kategorie "Visual Effects" für den Film "Interstellar" entgegen nehmen. Es war bereits sein zweiter. Den ersten hat er 2010 für "Inception" gewonnen. Wer Paul Franklin ist, weiß kein Mensch. Derweil lohnt es sich in vielerlei Hinsicht, ein Auge auf das zu werfen, was dieser Mann fabriziert.
Mit 200 Millionen Dollar Budget spielt "Interstellar" ganz oben mit in der Liga der Blockbuster. James Marshs Biopic über den jungen Steven Hawking "Theory of Everything" war mit 15 Millionen Dollar ein wahres Schnäppchen und für das Budget von Wiplash (3.3 Millionen) hätte Regisseur Christopher Nolan wahrscheinlich nicht einmal seinen Namen vor laufender Kamera buchstabiert. Zum Glück sind wir mittlerweile in Zeiten angelangt, in denen das Budget eines Filmes nichts über seine Qualität aussagt. Im Falle von "Interstellar" ist jeder Cent richtig angelegt und nachdem wir begonnen haben, uns damit auseinanderzusetzen, verstehen wir auch, wofür das Geld draufgeganen ist. Im ganzen Troubel um die fehlender Anerkennung von Frauen in der Filmbranche und dem unterschwelligen Rassismus ist die Großartigkeit, mit der "Interstellar" der Filmbranche seinen Stempel aufdrückt etwas untergegangen. Zugegebenermaßen ist die Beschäftigung mit der Technik hinter den Filmen den meisten Zuschauern herzlich egal. Visual Breakdowns und die Auseinandersetzung mit der Technik, die hinter den Filmen steckt, bleibt ein Spezialgebiet der Nerds und Geeks dieser Welt.

 

"Interstellar" trieft vor Wissenschaft. Das ist ein Grund, weswegen der Film im ersten Moment schwer verständlich ist und in Foren heiß über den Sinn des Plots diskutiert wird. Das ist auch nicht sonderlich verwunderlich, da sich Regisseur Christopher Nolan die Unterstützung von Kip Thorne geholt hat. Dieser etwas exzentrisch aussehende Herr ist eine Koriphäe auf dem Gebiet der Astrophysik und war von Anfang an in die Produktion des Filmes eingebunden. Sein mathematisches Genie ist für die Algorithmen verantwortlich, auf deren Grundlage die eigens entwickelte Effektsoftware namens DnGR die realistischsten Visualisierungen von schwarzen Löchern errechnete, die die Filmgeschichte jemals gesehen hat. Bevor Thorne sich an die Arbeit machte, waren die scharzen Löcher nur in Form von äußerst komplexen Gleichungen vorhanden. Seine Mitwirkung als Co-Produzent und wissenschaftlicher Guru machen "Interstellar" zum ersten Film, in denen schwarze Löcher auf Grundlage der Ideen Einsteins visualisiert wurden. Thorne war von Anfang an von der Idee besessen, die schwer greifbaren Ideen von Relativität für ein großes Publikum verständlich aufzubereiten. Über das "verständlich" lässt sich sicher streiten, aber das Prädikat beeindruckend haben die Visualisierungen und die Prozesse dahinter in jedem Fall verdient. Trotzdem wird seine Arbeit künftige Filmemacher wie Astrophysiker beeinflussen. Während er so herumrechnete und visualisierte, stieß er nämlich auf eine neue Entdeckung, wie sich das Licht um ein Schwarzes Loch herum verhält. Diese Entdeckung und weitere Erkenntnisse, auf die er im Laufe der Produktion stieß, hielt er anschließend in zwei wissenschaftlichen Papers fest: eines für die Astrophysik und eines für die die CGI-Branche. An dieser Stelle wäre es angebracht, darüber zu berichten, wie Kip Thorne versucht im Film eine vierte und fünfte Dimension zu visualisieren. Nach mehrstündiger Recherche muss sich der Autor jedoch zugestehen, dass das sein Verständnis um mehrere Physikstudiumssemester übersteigt. Vielleicht hilft ja dieses Video zum Verständnis der werten LeserInnen.

 

Aber jetzt weg von der Wissenschaft und hin zur Technik: Einige Frames, die Schwarze Löcher zeigen, hatten eine Renderzeit von 100 Stunden. Der ganze Film setzt sich aus circa 800 Terrabyte zusammen.Gedreht wurde auf 35mm-Kameras und 64-mm-IMAX-Kamerras, die im Laufe der Dreharbeiten einiges mitmachen mussten und dabei auch mal an der Spitze eines Learjets befestigt wurden. Das Ziel war die eher wuchtigen Kameras wie eine Go-Pro zu verwenden, um der Kamera so eine höhere Beweglichkeit einhauchen. Großartig aufpassen, dass es ja nicht über den Rand des Greenscreens hinwegfilmt, musste Kameramann Hoyte van Hoytema nicht, da (wenn man den Interviews glauben schenken darf) keine Greenscreens verwendet wurden. Die Begründung von Christopher Nolan für dieses doch sehr kostspielige Arbeiten klingt vollkommen plausibel. Er wollte, dass seine Schauspieler nicht in ein grünes Nichts starren müssen. So veranlasste er, dass jedes Set, jedes Raumschiff und überhaut alles gebaut und jeder noch so abgefahrene Hintergrund projieziert wirde. Den Rest erledigte der Focus und einiges an Arbeit für die Roto-Mannschaft und die CGI-Experten der Firma "Double Negative", die die Bilder im Nachhinein mit ihrer eigenen Software "Squirt Ocean" und dem gängigen Zaubermittel "Houdini" aufpolierten.

Wer vom wissenschaftlichen Input dieses Artikels angetan ist kann sich HIER und HIER tiefer in die Materie einarbeiten. Aber vorsicht. Es könnte sich um ein schwarzes Loch handeln und was sich dahinter abspielt wissen wir alle aus dem Film.

Herzlichen Glückwunsch Paul Franklin. Wir ziehen unseren Hut vor deiner Arbeit. Den Oscar hast du dir vollkommen zu recht abgeholt. Wir würden uns nicht wundern, wenn Kip Thorne auch noch der Nobelpreis für seine bahnbrechende interdisziplinäre Arbeit hinterhergeworfen wird.

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m.power@ninc.at (Max Power)BlogMon, 23 Feb 2015 20:38:58 +0000
Happy Happy Photoshophttp://www.ninc.at/de/blog/photoshop-25-anniversary-reality.htmlhttp://www.ninc.at/de/blog/photoshop-25-anniversary-reality.htmlHappy Happy Photoshop

Photoshop feiert heute seinen 25.Geburtstag. Vielleicht ist auch eine Sie. Dann müsste es selbstverständlich IHREN 25.Geburtstag heißen. Aber darum soll es bei dieser ganzen Sache gar nicht gehen. Um etwaigen Ungereimtheiten dennoch aus dem Weg zu gehen, nennen wir ihn ab sofort "es". So viel dazu.


Photoshop hat es nicht nur geschafft einen eigenen Eintrag im Duden zu ergattern, sondern hat sich in den letzten 25 Jahren zum marktbeherrschenden Weltmarktführer gemausert und es geschafft das, was wir Realität nennen, auf den Kopf zu stellen. Mittlerweile ist es ein Synonym für die digitale Bildbearbeitung und das Wort "photoshoppen" verstehen auch Generationen, die die Erfindung der Photographie noch miterlebt haben. Das Programm war jedoch nicht von Anfang an dieses riesige Monstrum, das es erlaubt alles so hinzudeichseln, wie man es sich wünscht. Der Erfinder, Thomas Knoll, hat es anfangs für sich alleine geschrieben, damit er auf seinem schwarz-weiß Bildschirm auch Graustufen hervorzaubern konnte. Unter dem Namen "Display" hat er es dann auf die Welt losgelassen, nachdem sein Bruder John das Potential erkannt hatte. Anfangs wurde es noch von einer mittlerweile unbekannten Firma namens Barneyscan XP im Package mit Scannern vertrieben, bis Adobe auf den Schatz gestoßen ist und am 19.Februar 1990 die erste Version veröffentlichte. Damals war das Programm noch so kompakt, dass es auf einer einzigen Diskette Platz hatte. Die monströs wirkende Box, in der man es erstehen konnte, war zum Großteil mit dem mitgelieferten Handbuch gefüllt. In Zeiten der Cloud und der Internettutorials ein archisch wirkendes Relikt aus Zeiten, die man sich 25 Jahre später kaum mehr vorstellen kann. Mit jeder weiteren Version kamen Tools hinzu, die jetzt kaum mehr wegzudenken sind: Pen-Tool, Sofort-Reparatur-Pinsel, Layers, History, Camera Raw Plug-In etc. Wie das früher ausgesehen hat, kann man sich HIER ansehen und falls ein werter Leser vom Retroflash gepackt werden sollte: HIER gehts zum Code der ersten Version. Der befindet sich mittlerweile nämlich im Museum. 


Heutzutage benutzen 90% der professionellen Gestalter in allen erdenklichen Bereichen diesen Heiligen Gral der Bildbearbeitung. Unterm Strich sind es rund 10 Millionen User, wobei circa 58% auf Schwarzkopien zurückgreifen. Um dieser Entwickung zu begegnen dachten sich die schlauen Köpfe von Adobe, dass sie eine preiswertere und zugleich abgespeckte Version des Programms auf den Markt bringen, um semi-professionelle Nutzer nicht durch den Preis abzuschrecken. In "Adobe Photoshop Elements" fanden sich hervorragende Tools wie der "Rote-Augen-Entferner" oder der "Sofort-Reparatur-Pinsel", die in späteren Vollversionen übernommen wurden.


Ohne Photoshop würde die Welt heutzutage etwas anders aussehen. Das macht die ganze Sache jedoch nicht durchgehend wunderbar. Im Internet stolpern wir regelmäßig über "Photoshop-Fails" und belächeln die Dummheit und Unfähigkeit anderer Menschen. Unsere Vorstellung von Schönheit haben ein paar Nerds, in der Hand, die aus einem Besen die schönste Frau zaubern können, die man sich nur vorstellen kann. Die Schattenseite blenden wir wie so oft aus. So werden durch manipulierte Bilder Kriege legitimiert oder Informationen verfälscht.
Für uns wird es in diesem Wirrwar aus Bildern immer schwerer zu unterscheiden, was nun real ist und was manipuliert. Wenn man so darüber nachdenkt ist es wahrlich erstaunlich, wie ein Programm, das ursprünglich für Grauabstufungen konzipiert war, die Welt dermaßen verändert hat. Mit Sicherheit haben die Illuminaten da ihre Finger im Spiel. Anders können wir uns die häufig auftauchenden Augen im Startbild der verschiedenen Versionen nicht erklären.

Trotz allem, können wir uns eine Welt ohne Photoshop nicht mehr vorstellen (und wollen das wahrscheinlich auch gar nicht mehr).
Alles Liebe, alles Gute.

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m.power@ninc.at (Max Power)BlogThu, 19 Feb 2015 17:52:52 +0000
NINC! goes Science: SPOTTERON for Citizen Sciencehttp://www.ninc.at/de/blog/citizen-science-austria-spotteron-app.htmlhttp://www.ninc.at/de/blog/citizen-science-austria-spotteron-app.htmlNINC! goes Science: SPOTTERON for Citizen Science

Die Wissenschaft kann sich nicht gegen den technischen Fortschritt wehren. Nicht einmal in Österreich. Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, sind wir bei NINC! große Freunde des technischen Fortschritts und der Wissenschaft zugleich. Das ist ein Grund, weswegen unser Herz beim Stichwort „Citizen Science“ frohlockt und ausgelassen im Dreieck hüpft, denn es ist ein wunderbares Beispiel dafür wie die Wissenschaft neue Technologien zu nutzen lernt.


„Citizen Science“-Projekte binden interessierte Laien und Amateure in den Forschungsprozess ein. Diese melden Beobachtungen, führen Messungen durch oder werten Daten aus. Der Clou an der ganzen Sache ist, dass traditionell interne Teilaufgaben dadurch an eine Gruppe freiwilliger User ausgelagert werden. Dadurch können Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen eine ganz andere Datenlage erreichen. Auf der anderen Seite ist es ein enormer Ansporn für User, ihren Teil zur Wissenschaft beizutragen und durch ihr Feedback die Usability des genutzten Systems verbessern zu können. Das sogenannte „Crowdsourcing“ wurde mit dem technischen Fortschritt und dem aus ihm aufblühenden Web 2.0 ermöglicht. Durch die zunehmende Verbreitung von Smartphones ist es Usern mittlerweile möglich, auch unterwegs Daten zu erheben.


NINC! ist vollkommen begeistert von den Möglichkeiten, die diese Form der Datenerhebung bietet. Aus diesem Grund sitzen wir seit Mitte 2013 in unserem Kämmerchen in Wien und basteln an einer App, die wir auf den Namen SPOTTERON getauft haben. Diese App soll nun auch die technische Grundlage für kommende Citizen Science Projekte in Österreich darstellen und die Sammlung von Daten (Geokoordinaten, Bilder etc.) auf Android und iOs Smartphones ermöglichen. 

STAY TUNED UND LIKE SPOTTERON!


Dabei kommt uns zu Gute, dass wir alle Projektstadien von application development hin zum webdesign der zentralen Homepage und des webhostings innerhalb von NINC! abdecken können. Mittlerweile haben wir auch mit der Universität für Bodenkultur (BOKU) einen Partner gefunden, der das Potential und das breite Anwendungsspektrum für SPOTTERON erkannt hat. Es existieren bereits Projekte wie roadkill, jedoch hinken diese technologisch und in Sachen Design hinterher. Als ersten Schritt arbeiten wir mit Hochtouren daran, die zentrale Homepage citizen-science.at in einem modernen Look zu relaunchen, die als Pool dienen wird, in dem alle Informationen der verschiedensten Projekte innerhalb Österreichs zusammenlaufen.

Am 26. Februar findet dazu die „Österreichische Citizen Science Konferenz 2015“ statt. Diese Veranstaltung soll die wichtigsten Akteure im Bereich dieser modernen Forschungsmethode vernetzen. In diesem Rahmen wird die von uns entwickelte Homepage ihren Launch feiern. Das ist unser erster Schritt unseres Beitrages zur Etablierung von Citizen-Science in der österreichischen Forschungslandschaft.


Es wird sicher nicht der letzte gewesen sein, aber ein Schritt näher zum superklugen Superorganismus des allgegenwärtigen Web. Mit SPOTTERON liefern wir dafür die Nervenbahnen und die BOKU mit citizen-science.at das Gehirn.


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m.power@ninc.at (Max Power)BlogTue, 17 Feb 2015 15:46:31 +0000