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Philipp Hummer

Philipp Hummer

71% klares Wasser, 18% Kohlenstoff, 4% Stickstoff, 2% Kalzium, 2% Phosphor, 1% Kalium, 0,5% Schwefel, 0,5% Natrium, 0,4% Chlor und eine Hand voll Spurenelemente

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der Citizen Science Schatten - oder: was sind eigentlich Daten?

Gestern wurde auf der Website des österreichischen Nachrichtenportals orf.at ein Artikel von Elke Ziegler über "die Schattenseiten von Citizen Science" veröffentlicht, und da mir das Thema Citizen Science selbst mittlerweile sehr am Herzen liegt, wir entwickeln ja gerade ein Software Paket, dasz eben genau für einen solchen Anwendungszweck ideal ist, muszte ich den Beitrag natürlich sofort lesen.



Gleich vorweg: der Artikel vermeidet es, diese Schattenseiten konkret zu definieren und bleibt gemütlich im Konjunktiv kleben. Wie bei ähnlichen Themen geht es dann um Datenschutz, um einen vage gehaltenen Ausnutzungsgedanken und in Folge auch um die Sorge, dasz junge Forscher weniger Arbeit bekämen. Interessanterweise wird am Ende des Artikels noch davor gewarnt, bzw. dazu geraten "genau zu schauen, ob auch das in einem Forschungsprojekt drinnen ist, was das Label "Citizen Science" verspricht" Doch alles der Reihe nach. Aber eines noch vorweg: dies ist ein Blogeintrag. Ihr wisst was ich meine.

 

immer diese ominösen "Daten"

 

Im Zuge unserer Projektarbeit an SPOTTERON (www.spotteron.com) sind wir immer wieder auf die Bedenken gestoszen, was denn nun in Folge mit den "Daten" passiert, meist ohne dasz näher definiert wurde, was denn diese "Daten" nun eigentlich sind. Aus meiner Perspektive eines sogenannten Digital Natives ist der Begriff "meine Daten" von vornherein etwas ziemlich schwammiges, denn eigentlich sind eben genau diese Daten ein Sammelsurium aus verschiedenen Aspekten. Es gibt hier einerseits die persönlichen Daten und private "Accounts", sei es eMail, Skype, die privaten Facebook Messages, etc, die von vornherein nur einen oder mehrere, selbstdefinierte Empfänger betreffen. Andererseits gibt es technische Daten, quasi ganz grob gesagt eine Kollektion aus IP Adresse, Webbrowsernutzung, Cookies, etc. Und dann haben wir noch die "Daten", die ich selbst aktiv in die Weiten des Webs stelle - öffentliche Facebook Postings, Instagram Photos, Tumblr Postings, Tweets, Kommentare in Zeitungen oder auf Youtube, und vieles mehr. Ohne eine Trennung dieser Bereiche ist eine seriöse Diskussion über Datenschutz nicht möglich.



Meine privaten Messages, sei es auf Facebook, per Email oder in einem der zahllosen Chatsysteme gehen anderen Personen oder gar Regierungen nichts an, das ist klar zu unterstreichen. Diese Messages tragen eine reduzierte Form des Briefgeheimnisses in sich. Warum reduziert? Weil natürlich die Betreiber, wenn das Service kostenlos ist (oder es nicht von den Betreibern selbst definiert wurde, eben genau das nicht zu tun) immer versuchen müszen, Nutzung durch User zu monetarisieren, und das passiert über eine Analyse der verwendeten Worte. Durch ein automatisiertes Programm. Ohne bösen Hintergedanken. Falls das Service überhaupt Werbung verwendet, und keine alternative Monetarisierung verwendet. Aber dazu später.



Meine technischen Daten sind natürlich für den Betreiber einer Serviceplattform wichtig, gehen aber dafür andere User nichts an. Der Betreiber musz wissen, welchen Browser ich verwende, aus welcher Region meine IP kommt um das jeweilige der weltweiten Datencenter auszuwählen, das mir meine Inhalte wie Bilder und Videos übers Netz rüberschickt, und ähnliches. Und der Servicebetreiber musz diese Daten auch speichern, das nennt sich simpel Log-Files. Jede Homepage macht das seit den Anbeginnen des Webs, und das ist auch wichtig um zu wissen, was so auf den eigenen Servern passiert.



Und dann gibt es noch den ganz groszen Brocken: die Daten, die wir alle Tag für Tag, Stunde um Stunde uploaden, veröffentlichen, posten und online stellen. Diese Daten sind, um es nochmals zu betonen, veröffentlicht. Freiwillig. Und das sind genau die Daten, die Citizen Science produziert. Wenn ein User ein solches Service nutzt, dann weisz die- oder derjenige, dasz hier Inhalte in ein einsehbares Groszes-Ganzes geladen werden. Niemand zwingt die User dazu und dasz diese von den Betreibern auch weiterverwendet werden ist von vornherein glasklar. Wir posten auf Instagram, wir schreiben auf Twitter oder in öffentlich einsehbaren Postings, und am liebsten wäre uns, wenn unsere Statements, unsere Momente oder unsere Kunst die ganze Welt sehen würde. Wir wollen diese Beiträge zum World Wide Web online stellen, seien es Videos, Bilder oder Texte. Wir pflegen damit nicht nur unser eigenes Image oder das Ego, sondern auch unser Umfeld und Freundschaften. Sharing is Caring. Und ja, deswegen klicken wir auch ohne schlechtes Gewissen auf ACCEPT unter jedem Terms of Use - Dialog.


Einträge und Beiträge


Citizen Science sammelt Daten. Das ist im Kontext mit dem schlampig verwendeten Begriff "Daten" ein Satz, der ein in jedem zumindest ein leises Entsetzen hervorrufen möchte. Es ist aber nicht richtig. Citizen Science sammelt öffentlich einsehbare und verwertbare Einträge. Und wir, die diese Einträge online stellen, wissen das und tragen gern obendrein hier zu etwas bei, dasz sinnvoll ist und groszartige Dinge bewirken kann, sei es nun der Schutz von Wildtieren im Projekt ROADKILL oder, wie im Artikel auf orf.at erwähnt, die Entschlüsselung einer Grundkompenten eines Virus, um dagegen Medikamente entwickeln zu können in FoldIt - Puzzles for Science.



Wir entwickeln also zur Zeit genau dafür ein System namens SPOTTERON, das Smartphone Applications genauso wie Websiten bereitstellt, um Citizen Science Projekte gemeinsam mit den jeweiligen Partnern professionell und vor allem für die User angenehm zu betreiben. Dazu gehört neben viel technischen Background auch ein performantes und einfach zu bedienendes Design, genauso wie eine stetige Weiterentwicklung von SPOTTERON in einer sich ständig verändernden digitalen Welt. Wir entwickeln ein Werkzeug, mit dem Partner aus den Bereichen Wissenschaft und Environment gemeinsam mit Usern öffentliche Einträge sammeln können, um daraus ein groszes Bild zu formen und Probleme zu lösen. Sowas kostet natürlich eine ganze Stange Geld, die wir ohne jegliche Förderung aus öffentlicher oder privater Hand aus der eigenen Tasche investieren. Wir müszen dieses Investment auch in einer Form monetarisieren - nur werden wir weder Subscription Modelle für die User, noch Fremdwerbung in den Apps oder Homepages nutzen. Das SPOTTERON Service ist bewuszt als Hostingmodell ausgelegt. Wir betreiben und entwickeln das System und ein Partner trägt einen Betrag zu Betrieb, Weiterentwicklung und zum Support bei. Wir sammeln keine Userdaten. Wir (und alle andern Beteiligten, auch die anderen User selbst) wissen nur wo sich ein User unter ihrem oder seinem Pseudonym befindet, wenn dieser dies auch durch einen Eintrag aktiv veröffentlicht. Wir verscherbeln keine eMail Adressen oder Persönlichkeitsprofile an andere Unternehmen oder tun andere dubiose Dinge. Wir sammeln keine "Daten für kommerzielle Zwecke" - wir betreiben, natürlich auch kommerziell, ein Service. Durch die kommerzielle Ebene können wir überhaupt erst ein stabiles Stück Software bereitstellen, das gut aussieht, einfach bedient werden kann, supported wird und auch in weiterer Zukunft gut funktioniert.



Und von welchen Wissenschaftlichen Ergebnissen hat denn bitte jemals kein Unternehmen profitiert? Glauben Sie etwa, der Computer oder das Smartphone, auf dem Sie das hier lesen, wurde zweimal erfunden, einmal komplett von "der Wissenschaft" und dann nocheinmal von der Grundlagenforschung aus vom Hersteller im Alleingang? Eben. Menschen nutzen Technologien die auf Wissenschaft beruhen, und Technologien musz man entwickeln oder herstellen, betreiben und pflegen. Und letzteres kann nicht die Aufgabe der Forschungseinrichtungen sein, weil, ganz simpel formuliert, das der Job von Herstellern, Designern und Developern ist. Wenn sich Wissenschaft mit den täglichen Leben von vielen Menschen überschneidet, braucht diese Schnittstelle zwischen Benutzer und Forschung das Knowhow und die kreativen Skills einer ganz anderen Gruppe: die Kreativbüros, Softwareschmieden und Designstudios. Ja, wir sind kommerziell ausgerichtet, das ist unser Job. Aber deswegen sind wir noch lange keine sinistren "Daten"räuber.



Die Daten, die die SPOTTERON User eintragen, werden natürlich vom System dargestellt und auch vom jeweiligen, klar erkennbaren Projektpartner genutzt. Und das ist auch gewünscht, sonst würden die Benutzer ja logischerweise nicht mitmachen. Sie sind aktiv Beitragende zu einem groszen Ganzen, und keineswegs "Datensklaven". Wenn eine mündige Person auf einer beliebigen Plattform etwas postet, dann tut sie oder er dies aus eigenen, freien Stücken. Und wenn obendrein so ein wichtiger Zweck dahinter steckt wie bei Citizen Science, ist die Sinnhaftigkeit von solchen Beiträge noch höher als alle Facebook Statusupdates zusammen. Unsere User sind keine Sklaven. Sie schlieszen nur den Kreis und geben durch die Teilnahme an Citizen Science Projekten wieder etwas an die Wissenschaft zurück. Und nebenbei wird dabei verdammt viel gelernt.



Citizen Science im Sinne von Bürgerbeteiligung kann doch keine Forschung ersetzen, sie bereichert sie um Informationen, die nur durch eine grosze Anzahl von Menschen und deren Devices gesammelt werden können. Die Analyse und die Adressierung der jeweiligen Inhalte obliegt denen, die damit auch umzugehen wissen - den Forschern, Forscherinnen und Organisationen. In unserem Fall, den Partnern. Und das ist obendrein übrigens ein ziemlich groszer Aufwand in Betreuung und Aufbereitung, und keine Rundumerleichterung für Forschungsprojekte, bzw. gar eine Einsparungsmöglichkeit.


Im Artikel von Elke Ziegler wird noch geraten, dasz die User genau schauen, ob auch Citizen Science "drinnen" ist, und quasi in Folge ob hier nicht blosz irgendwer böse Absichten hegt, um "Daten" zu sammeln. Ich würde eher bei jedem Onlinedienst, egal ob Citizen Science oder nicht, erstmals dazu raten, nachzusehen ob eine Klarnamen Pflicht* besteht. Und wenn, diese natürlich salopp umgehen. Verwendet endlich Pseudonyme auf Facebook, das macht hypothetische Bedrohungsszenarios zumindest um einiges schwerer umsetzbar. Und ich bin dafür, endlich mit der Paranoia aufzuhören, und das Wort "Daten" durch korrekte Begriffe zu ersetzen, oder zumindest öffentliche Postings klar davon auszuklammern. Damit können wir nämlich auch der nachfolgenden Generation, der Datenschutz schon jetzt als Begriff komplett fremd ist, vielleicht wieder ins Boot holen indem wir klarstellen, dasz Identitätsschutz nichts mit dem nächsten Instagram Foto zu tun hat.


Und ganz ehrlich: Da wird vor Citizen Science Projekten ziemlich fadenscheinig und ohne wirklich konkrete Vorwürfe gewarnt, aber die essenziellen Dinge auf politischem Level wie Vorratsdatenspeicherung, NSA Überwachung und ähnliches sind viel zu oft nur eine Randnotiz. Oder ganz polemisch: Da schreibt man von Schattenseiten von Citizen Science Initativen und gibt Edward Snowden nicht umgehend Asyl in Österreich. Die Schattenseiten liegen ganz woanders.



Wer sich mehr für SPOTTERON interessiert:
http://www.spotteron.com

 

und auf Facebook (natürlich)
https://www.facebook.com/spotteron

 

mehr Infos über Citizen Science:
http://www.citizen-science.at



Ein Randnote noch: Der Artikel spricht zuerst davon, dasz Forschungseinrichtungen viele Jahre erfolglos versuchten, die Retrovirale Protease des HI Virus zu entschlüsseln, diese Aufgabe dann aber innerhalb von 10 Tagen (!) durch die User von FoldIt, einem Computerspiel quasi, gelöst wurde. Weiter unten wird dann allerdings befürchtet, dasz die Citizen Science User den Wissenschaftlern den Job wegnehmen. Nicht nur, dasz das Äpfel und Birnen vergleicht, denn die User werden wohl kaum die gesammelten Daten von Foldit aufbereiten und auf deren Basis zu forschen beginnen, es gibt einfach Bereiche, die nur von vielen gemeinsam gelöst werden können. Und dank der Informationstechnologie können wir viele, wir interessierte Digital Natives, das nun auch ziemlich gut tun. Legen wir los!


*Nachtrag: das gilt übrigens auch für orf.at
Registrierung mit Name und Adresse
Voraussetzung für die Veröffentlichung von Nutzerinhalten - also zum Beispiel Ihrer Meinungen zur aktuellen Nachrichtenberichterstattung - ist ab sofort die Registrierung des Nutzers unter Angabe von Vor- und Nachnamen und der Wohnadresse. - da rate ich mal dazu ganz vorsichtig zu sein und zu schauen, ob da wirklich auch "Community" drinnen ist.

die verborgene Welt // Makrofotografie im Park

Unter unserer Nase existiert eine verborgene Welt im Mikrokosmos, von uns unbemerkt leben eine schier unendliche Anzahl von Wesen in unserem täglichen Umfeld. Ein Ausflug im Park mit aufgeschnallter Makrolinse eignet sich ausgezeichnet, um in diesen Kosmos einzutauchen. Im Prinzip braucht es nur ein paar Pflanzen, ein paar Bäume und idealerweise hat es zuvor ein kleines wenig geregnet - und schon steht mit den richtigen Hilfsmittel eine fotografische Welt offen. Den besagte Park dieser Safari findet man beim 25hours Hotel in 1070 Wien, was aber wohl aber durch den Innenstadtsbereich eher einen einschränkenden Einflusz auf das ganze Abenteuer hat. Andererseits lässt sich Natur niemals komplett verdrängen, und auch wenn Biodiversität und Artenreichtum geringer ausfällt als in ökologisch intakten Räumen, findet man Leben überall. Man musz nur die Augen offen halten. Samt Lupe. Oder eben Makroobjektiv.

 

Und so gibt es hier eine Auswahl dieses neuen Ausflugs, der nach den Garnelen im Aquarium (samt Video hier!) seine ganz eigenen Wunder zeigt. Wir haben Blattläuse zwischen riesigen Wassertropfen, Flechten und Moosgärten, diverse Insekten wie die Nektar saugende Hummeln und die wunderschöne Gemeine Streifenwanze (Graphosoma lineatum) und sogar ne schmusende Schnecke im Programm. Mikroskopische Strukturen wechseln sich mit fraktalen Mustern, Wachstum und Vergehen liegen nebeneinander. Treten Sie ein. Tauchen Sie ab. Aber Achtung, es summt hier manchmal ganz schön laut.

 

post scriptum: mehr Regentropfen gibt es hier auf meinem Kunst-Blog > raindrops left on leaves

Freitag, 11 Juli 2014 20:03

Jägermeister Werbung // Vintage Ads

Jägermeister Werbung // Vintage Ads

Ja, die Zeiten ändern sich. Und doch sind wir, ich betrachte das jetzt aus einer sehr persönlichen Perspektive, deswegen empfänglich für den Charme vergangener Werbeformen. Man musz sich nur den Erfolg der TV Serie "Mad Men" ansehen, die Geschichten aus dem Szenario der ersten amerikanischen Werbeagenturen in der Madison Avenue erzählt. Samt allen Brüchen, die heute in der Werbewelt nicht mehr möglich wären. Ich will nicht behaupten, dasz Werbebeschrännkungen für Zigaretten, Alkohol oder die in den 60er und 70er dargestellten Frauenbilder schlecht wären, ganz im Gegenteil. Umso mehr ist der Tabubruch, der damals keiner war, heutzutage umso faszinierender.

 

Jägermeister ist ein Kräuterlikör, der momentan aus der Disko und Partywelt selbst bei Jugendlichen nciht mehr wegzudenken ist. Trotz einer gewissen Altehrwürdigkeit ist das Image von Jägermeister keineswegs verstaubt, die Marke hat sich auch in einem jungen Umfeld positionieren können. Und vielleicht liegt das, unter vielen anderem, auch an der Frechheit, die die damalige Werbung mit immer einem Augenzwinkern definiert hat.

 

Hier zeigen wir Print-Anzeigen von Jägermeister aus den Jahren 1973 - 1985. Ganz schön mutige Printwerbung, allein durch was da so zu lesen ist. Und hip, auf jeden Fall!
(Danke an David und Dominik fürs Sharen und an http://www.bands24.de/ fürs Sammeln!)

 

Eine Runde Jägermeister für alle!

Making of // Falconman // Animationstrailer

Vor einer Hand voll Wochen haben wir innerhalb kürzester Zeit einen Art-Trailer für den Full Feature Film "FALCONMAN" produziert, den ihr auch hier in unserem Portfolio Filmproduktion findet. Der Trailer selbst wurde beim internationalen Filmfestival in Cannes 2014 gezeigt. Dazu gibt es hier ein kleines Making Of, das den Entstehungsprozess in unserem Studio in der Lindengasse, 1070 Wien dokumentiert. Auf Grund der knappen Zeit und Budgets haben wir uns konzeptionell für einen abstrahierten Stil entschieden, der mittels Cutout Effekten und Greenscreen-Aufnahmen einen ganz eigenen Look erzeugt. Und weil nur ein Wochenende zur Fertigstellung blieb, haben wir die Charaktäre auch gleich selbst gespielt. Eine NINC! Komplettproduktion quasi.

 

Zusätzliche Effekte wurden durch 3D Animationen umgesetzt, die einerseits Vektorformen durch die Sequenzen ziehen, andererseits den Falken, Schüsse und auch Liquid Simulations wie das Wasser visualisieren. Durch den Cutout-Stil des Trailers fügen sich die einzelnen Animationselemente fliessend in die Bildsprache ein. Auch die Backdrops, also die HIntergründe des Trailers wurden von uns auf Basis von Fotos animationstauglich umgesetzt. Die Photos wurden in der Postproduktion in verschiedene Bildebenen zerlegt, um hier mit Parallax-Effekten zusätzliche Tiefe im Video zu erzeugen. Erst so wirkt der Trailer durchgehend animiert.

Ain't no grave // The Johnny Cash Musikvideo

Das Ganze ist ja schon ein älteres Projekt, allerdings hat es nichts von seiner, ja, Genalität verloren. Und es ist ein grossartiges Beispiel für die kollektive Kraft von kreativen Menschen. THE JOHNNY CASH PROJECT stellt ein Interface zur Verfügung, in dem sich einzelne Frames des Johnny Cash Videos "Ain't no grave" direkt online bearbeiten lassen. Dem persönlichen Schaffensdrang sind hier keine Grenzen gesetzt, und tausende Menschen haben bereits Einzelbilder des Videos beigesteuert. Der Anspruch der generellen Zugänglichkeit eines Online-Zeichentools ist natürlich auch eine Herausforderung an das Webdesign der Homepage und an den Bildeditor, der auf Grundfunnktionen reduziert jedoch alles nötige anbietet. Das Ganze wird von der Homepage wieder zu einem Musikvideo der Meisterklasse(n) zusammengesetzt. Kunst und Musikvideo, Menschen und Johnny Cash. Eine perfekte Synergie. Es hat durch den Tod von Johnny Cash viel mit dem Vanitasgedanken zu tun, aber auch mit Liebe und Härte. Die Bilder erzeugen einen Rausch der Emotionen, die die Beitragenden empfunden haben, als sie ihre Einzelbilder in die Datenbank gemalt hatten.

 

Zusätzlich als weiteres Feature des Projekts werden die Zeichnungen im Entstehungsprozess dokumentiert, jede Frame lässt sich einzeln in den Schritten ihres Werdens ansehen, was die Dokumentationsdichte noch weiter vertieft. Die Selektion der Frames, aus denen sich das Musikvideo zusammensetzt, lässt sich ebenfalls verändern, vm Zufallsprinzip bis zur "Directors Selection".

 

Als Tribut an den Man in Black, als Memorial, als Kunstprojekt, als Melting Pot der Stile, THE JOHNNY CASH PROJECT ist ein unikater und aussergewöhnlicher Ansatz der Crowd Creativity. Und den Song selbst musz man sowieso lieben.

 

LINK: http://www.thejohnnycashproject.com

Macrofilm // das geheime Leben im Teich nebenan

Das geheime Leben unter unserer Wahrnehmungsschwelle ist immer eine faszinierende Reise in den Mikrokosmos.
Der Amerikanische PHD Student und Fotograf Daniel Stoupin hat sich ganz der Welt im Kleinen verschrieben und betreibt die Website microworldsphotography.com, auf der seine unglaublich detailierten und grossartig inszenierten Macroaufnahmen von Tieren und Pflanzen zu sehen sind.

 

Und was zuvor "nur" als statisches Bild zu genieszen war, gibt es jetzt auch als Film. Im Video "the secret life in pond water" nimmt uns Daniel Stoupin auf die Reise in den benachbarten Teich mit, und was zunächst unspektakulär klingt, weil nicht Korallenriff, wird zu einem bewegenden Einblick in unsere umgebende Natur.

 

Mit guter, animierter Typografie und einem sphärischen Soundtrack steht der Film unter Creative Commons Licence auch hier in unserem NINC! Blog bereit. Luftanhalten, Nase zu und Mikroskop an!

 


verwendete Kameras: Canon EOS 7D and Sony NEX-7. Microscope: Zeiss Axioscope A1. Macro lens: mp-e 65 mm.

WIP: Ain Ghazal // Historische 3D Visualisierung

Die frühneolitische Siedlung ʿAin Ghazalin Jordanien stellt eine Wiege der Menschheit dar. Die Siedlung wurde circa von 7300 v. Chr. bis 5000 v. Chr. bewohnt und war eines der ersten grossen Zentren des von Menschen betriebenen Ackerbaus in neolithischen Zeiten. Neben Lehmhäusern und Gebrauchsgegenständen der damaligen Bewohner der Jungsteinzeit wurden spektakuläre Kunstfunde wie Statuen und Plastiken eines frühen Ahnenkultes in Ain Ghazal ausgegraben.

3D Visualisierungen sind generell ein grossartiges Werkzeug, um archäologische Ausgrabungen wieder Leben einzuhauchen. Durch den Einsatz von moderenen 3D Tools und Renderplugins wie Vray können Landschaften, Städte und Siedlungen wiedererweckt werden, die seit fast Ewigkeiten im Untergrund geschlummert haben. Neben der reinen Freude bei der Erstellung einer archäologischen 3D Animation kann das Bildmaterial bzw. die 3D Animation als Film im Museum und auf Ausstellungen ein deutliches, realistisches Bild des Lebens und der Zeit vermitteln.

Diese Siedlung namens Ain Ghazal an den Ufern des Nahr ez-Zarqa Flusses dient uns als Setting für eine archäologische 3D Visualisierung, in der wir von Wien aus den Bogen durch Raum und zeit zurück nach Ain Ghazal spannen. Die 3D Renderings sind hier als Dokumentation natürlich noch Work in Progress (WIP), und doch spürt man bereits hier den Hauch der Steinzeit aus den Pixel kommen. Mehr gibts dann nach einigen Renderzyklen!

Freitag, 04 April 2014 16:17

Arbeitstitel Zukunft - ein Artikel

Arbeitstitel Zukunft - ein Artikel

Arbeitstitel Zukunft - erschienen April 2014 im Magazin MARKETING!

 

Wir streben alle nach der Zukunft, und wenn man eingeladen wird, darüber im Rahmen eines Magazins namens Marketing zu schreiben, sollte man sich wohl eher auf Aspekte konzentrieren, die die Leserschaft vermutlich interessieren würde. Und doch, wenn man die Zukunft als Weiterentwicklung unserer Gegenwart begreift, endet man schnell in der Wunschvorstellung einer heilen Welt. Oder in der Dramatik einer Dystopie, in der die Überwachungstendenzen, die wir als drohendes Damoklesschwert über unserer Privatsphäre schwebend empfinden denjenigen zum Artus schlägt, der den Stein knackt. Metaphorisch gesprochen, wenn Sie wissen was ich meine. Auch wenn das realistisch drohende Szenario des gläsern gewordenen Menschen die Freiheit zur Farce verwandeln könnte, es bringt Scherben mit sich, wenn die Überwacher damit übertreiben. Und Scherben können gefährlich sein.

 

Trotzdem. Zukunft kann mehr. Logisch vorhersehbaren Entwicklungen gibt es zuhauf, wie zum Beispiel die fortschreitende technische Miniaturisierung und dem daraus resultierenden Eindringen von Devices in unseren Alltag, ein neues tragbares Zeitalter, das wir schon heute durch Smartphones und Gadgets aufdämmern sehen. In den Freiräumen des Internets erscheint nichts unmöglich oder undenkbar, sogar die bereits viel visualisierte Virtual Reality, die den Mensch in die Stufe einer neuen gestalterischen Freiheit erheben kann, wird bereits erprobt. - Doch das hat mit Marketing an sich recht wenig zu tun.

 

Die Zukunft liegt jedoch mit einiger Gewissheit noch mehr als in der Gegenwart in der Welt der Information. Mit digitale Einheiten, zusammengepfercht auf Chip und Datenspeicher, lässt sich immer mehr die Individualität des Menschen beschreiben, und zwar vor allem mit Daten, die das jeweilige Individuum selbst in das große Ganze einpflegt hat. „User Generated Content“ ist der Gral unserer Zeit, und doch verzweifeln schon heute Unternehmen ob der Flut an Informationen - vielleicht kennen Sie das auch schon aus Ihrer eigenen Praxis. Ohne System werden diese Zutaten ein Eintopf, püriert und wie Martini gut geschüttelt, aber auch ziemlich verwirrend.

 

Eine Zukunft, an deren Haustür wir gerade klopfen, ist das semantische Web. Informationen werden so zusätzlich mit Qualitäten versehen um Computer verstehen zu lassen, was damit eigentlich gemeint ist. Und wenn die das kapiert haben, können wir ihnen Fragen stellen. Voll Science Fiction quasi - Marketingexperten werden das Web 3.0 nennen, auch wenn dieser Begriff genau wie Web 2.0 nicht mehr als nur eine Klangschale bleiben wird.

 

Mensch versus Device. Device versus Information – zukünftig zieht sich hier also eine weitere Ebene ein, die dem Mensch durch das Device erst ermöglicht, Informationen zu verstehen. Natürlich, es wird eine Metaebene sein und hinter dem Interface unsichtbar bleiben – und doch verändert es die Grundlage, wie wir mit Daten umgehen können. Es wird in dieser schönen, neuen Welt der Information nötig sein, eben jene Interfaces neu zu definieren die wir benutzen um komplexe Zusammenhänge einfach aufzubereiten und den Input trotz dieser Komplexität einfacher zu gestalten. Diese neue Informationswelt wird mehr denn je vor allem eines als Antwort auf diese Entwicklungen benötigen: Design.

 

Der Mensch ist neugierig. Emotional. Visuell orientiert. Die Grundsätze und Prinzipien, nach denen Medien und Präsentation Inhalte und Emotionen vermitteln, wird sich auch in einer fernen Zukunft nicht ändern. Was heute als kollektiver Aspekt Print, Webdesign, 3D Visualisierungen und Videoproduktionen vereint, ist morgen auch für die Zukunftstechnologien evident: der Mut, sich bereichsübergreifend auf Neues einzulassen, Technologien zu erproben und aufbauend zu verbinden.

 

Und gerade in Hinblick darauf, mit wie viel Zögern und angstvoller Vorsicht hier Unternehmen und Organisationen die neuen Möglichkeiten des World Wide Webs und der Mobilität seiner User eben leider ungenutzt lassen, kann man nur zu einem zwingenden Schluss kommen: die Zukunft ist jetzt. Nutzen Sie sie.

Philipp Hummer, www.ninc.at // 2014

 

 

zur Person:

Philipp Ka Hummer

1979 geboren // Wels, Oberösterreich // Land und Leute // das Ausleben der Kreativität am Kaffeehaustisch // Weltherrschaftsplanungsphasen und erste Websites // Zivildienstler // Sprachkunstaspirant // Blick in die Zukunft – verdammtes was nun, wir sind raus aus unseren Kinderschuhen // Firmengründung anno 2000 // Learning by Doing // 3D Stadtprojekte im Bürokratiehürdenlauf // Landflucht nach Wien // Designexpertisen // Barscribbles und Groszstadtdschungelleben // kooperative Printweltenblicke mit Bernsteiner // Fashion und Filmproduktionen // think NINC!

 

Hobbies:

01000110 01110101 01100011 01101000 01110011 00100000 01101101 01110101 01110011 01111010 00100000 01110100 01110101 01101110 00101100 00100000 01110111 01100001 01110011 00100000 01100101 01101001 01101110 00100000 01000110 01110101 01100011 01101000 01110011 00100000 01110100 01110101 01101110 00100000 01101101 01110101 01110011 01111010 00101110

 

Lebensmotto:

< keines >

 

Buchempfehlung:

das Haus (House of Leaves) // Mark Z. Danielewski

Donnerstag, 20 März 2014 14:50

A Frozen Tale // Fotoshoot & Photoshop

A Frozen Tale // Fotoshoot &amp; Photoshop

Es ist eigentlich unglaublich, was man mit Vorstellungskraft, Kreativität und modernen Tools alles erschaffen kann. Ein gutes, aktuelles Beispiel hierfür ist die aktuelle Serie der australischen Künstlerin und Fotografin Alexia Sinclair namens "A Frozen Tale". Und wie so oft gibt es auch bei dieser Geschichte eine Verkettung von Umständen, wie sie eben nur das Leben schreiben kann. Die königliche Administration in Schweden (ich will das mal salopp betiteln) hatte bei Alexia Sinclair wegen der Verwendung eines Fotos bei einer Ausstellung angefragt. Ihre Antwort, zumindest in meiner Vorstellung mutig und rotzfrech vorgetragen, war schlicht ein Okay - wenn ich dafür eine echte Prinzessin fotografieren darf. Nun, ein Royal Palace hat mit solchen Dingen sicher mehr Probleme als eine durchschnittliche Model Agentur, und sagte Nein. Allerdings statt Prinzessin gab's ein original belassenes Schloss aus dem 17. Jahrhundert mit dem klingenden Namen "Skokloster Slott" Auch ein guter Deal.

 

"A Frozen Tale" weaves a narrative around some of the famous visitors of Skokloster Slott, such as Queen Christina and Lorenzo Magalotti. Other more obscure figures portray the background scenes of castle life as the ghostly inhabitants caught in quiet moments."

 

Die Location allein macht aber noch keine digitale Fotokunst. Und so wurde wohl ein Projekt daraus, Studio Shootings und viel Photoshop waren die Zutaten, die eine alte Welt in ihrer Surrealen Interpretation wiederauferstehen lieszen. Das Resultat lässt sich sehen, hier unten in der Gallery oder im Making-Of Video, das einige Aspekte wunderbar präsentiert.

 

Ach ja, noch ein Tipp am Rande. Schaut Euch auch die anderen Projekte von Alexia Sinclair auf ihrer Website an. Die Frau hat's drauf.

LINK: https://alexiasinclair.com/

der Oscar Visual Effects 2014 geht an .. GRAVITY!

And the Oscar goes to .. Gravity!
Der diesjährige Oscar für Visual Effects (VFX) geht verdienter Weise an Gravity, wir gratulieren Framestore, ein VFX Studio aus London, UK zum ersten Platz. Der Film Gravity selbst besteht zu rund 80% aus digitalen Shots, von denen einzelne Frames bis zu 50 Stunden Renderzeit benötigten. Die Sequenzen wurden von dem 400 köpfigen Team in über 3 Jahren erstellt. Eine Kombintion verschiedenster Techniken, von CGI, VFX und Motion Capture, machen so den Erdorbit lebendig und realistisch und damit zur Bühne für Computergrafik-lastiges Drama und Action. Aber was rede ich lange um den heiszen Oscars-Brei, schaut Euch den VFX Breakdown an, der als Video Layer für Layer der 3D Animationen und Visuellen Effekte präsentiert.. viel Spasz und Staunen!

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